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Zeit für „Respectful Communication"

Aktive Feedbackkultur – warum sie so wichtig ist und wie sie funktioniert.

Apr 21, 2021 7:57:25 AM

„Schatz, wir müssen reden.“ Wer diesen Satz hört, befindet sich oft – ohne es zu ahnen – gefährlich weit oben auf der verbalen Eskalationsstufe. Und diese Art von Konfliktgespräch lässt nicht nur Tränen laufen oder Ehen kriseln. Auch im Job steckt viel Sprengkraft, in dem was gesagt oder nicht gesagt, gehört und überhört wird. Warum eine gute Kommunikationsstrategie unerlässlich ist, wie die All for One Group aktive Feedbackkultur lebt und welche einfachen Feedbackregeln zu beachten sind, erfährst du hier.

Ich erinnere mich gut an eine Situation während meiner Ausbildung. Ich machte einen blöden Fehler (vielleicht hatte ich nicht gut zugehört, den Teil habe ich verdrängt). Mein damaliger Chef konfrontierte mich damit. Sehr laut. Sehr herablassend. Vor allen Mitarbeitern. Viele Monate später schloss ich meine Ausbildung als Jahrgangsbester ab und bekam das Angebot, zu bleiben. Ich ging. Solche Situationen sind Daily Business in der Arbeitswelt. Laut einer Studie des Gallup-Institutes haben in Deutschland nur 16 Prozent aller Mitarbeiter eine hohe, emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber. 68 Prozent eine geringe, 16 Prozent überhaupt keine emotionale Bindung. Woran liegt das? Vereinfacht ausgedrückt, auch an Menschen, wie meinem Ex-Chef, die eines der wichtigsten Führungsinstrumente nicht verstehen: aktive Feedbackkultur.

Das versteht die All for One Group unter aktiver Feedbackkultur

Feedbackkultur lebt jedes Unternehmen auf seine Weise. Die All for One Group legt viel Wert auf einen offenen Austausch und handelt nach dem Grundsatz: zuhören, verstehen, lösen. Dazu gehören verschiedenste Aspekte:

• die Meinung anderer zulassen und respektieren
• aktiv zuhören und ausreden lassen
• nicht bewerten
• jedem auf Augenhöhe begegnen
• mutig und proaktiv in den Dialog gehen
• lösungsorientiert handeln und Worten Taten folgen lassen

Zuhören ist Silber, reden ist Gold, machen unbezahlbar

Das ist eine Menge Holz. Um es portionsgerecht kleinzuhacken und in die Praxis umzusetzen, wird bei der All for One Group viel getan. Feedback wird systematisch in Mitarbeitergespräche eingebunden. Führungskräfte werden gezielt geschult. Seit ich bei der All for One bin, begleiten mich diverse Workshops und Trainings rund um Kommunikation und Feedback. Das liefert methodisches Handwerkszeug, um zielgerichteter zu kommunizieren. Was mir besonders gut gefallen hat: Der starke Praxisbezug. Kommunikationstrainings werden anhand echter Fälle simuliert. Feedback und Beratung kommt nicht nur vom Coach, sondern vor allem von den eigenen Kollegen.
Workshops & Trainings sind aber nur ein Baustein. Ein Aspekt ist auch, sich das Thema Feedback und Kommunikation immer und immer wieder bewusst zu machen und positiv zu besetzen.

Tue Gutes und rede darüber

Für Jeden unserer sieben Werte küren wir einen oder mehrere Wertechampions. Wie läuft das ab? Jeder kann, Kollegen nominieren, die einen unserer Werte besonders gut vorleben – etwa respektvolle Kommunikation. Eine eigens eingerichtete Embassy sichtet und wertet die Vorschläge.

Außerdem bleibt respektvolle Kommunikation aktuell durch einen eigenen Wertemonat im Gespräch. Die internen Kommunikationskanäle der Group sind voll mit offenen Frage- und Diskussionsrunden, Links zu interessanten Keynotes, Tipps, Tricks, konstruktiver Kritik und Lob rund um Feedback und Kommunikation. Beispiele gefällig?
post_wertechampion  tipps_wochenlob

„Richtig Loben ist intelligenter Applaus“
Kai | Managing Director

"Feedback ist im Grunde genommen der anglifizierte Begriff für das, was man früher auch Lob und Tadel nannte. Während das erste leider zu oft unterbleibt, wird beim Tadeln oft die Axt benutzt.“
Jörgen | Group Process Management

„Richtig Feedback geben ist für mich auch: zielorientiert, zeitnah, offen, ehrlich und vor allem direkt (nicht "hintenrum")“
Roland | Marketing Manager

„Mehr fragen, fragen, fragen - anstelle schnelle Antworten zu geben (fällt echt schwer :))“
Savina | New Work Officer

„Auch mal Punkt und Komma beim Monolog machen, so wird aus dem Monolog vielleicht ein Dialog.“
Serkar | Support Consultant
tipps_digitale_kommuniaktion  tipps_feedback

Das A und O: Feedbackregeln schaffen

In den Diskussionsbeiträgen wird deutlich, wie vielschichtig das Thema Feedbackkultur ist und wie schnell die Dinge auch umgesetzt werden können. Nach Kais Posting zum Thema Wochenlob hagelte es … Lob. Nichtsdestotrotz sollte Kommunikations- und Feedbackkultur immer auch langfristig und strategisch angegangen werden. Andernfalls droht Kommunikation in Aktionismus umzuschlagen, der schnell verpufft. Meine Kollegin Savina hat es in diesem Beitrag auf den Punkt gebracht. Regeln zu schaffen ist das A und O für eine gesunde Feedbackkultur.

Die 5 wichtigsten Regeln für Feedbackgeber

1. sei sachlich
2. verabschiede dich von Moralismus
3. gib auch positives Feedback
4. nutze für Feedback einen geeigneten Rahmen (unsachlich, laut und vor allen Mitarbeitern ist out)
5. gib nicht nur Feedback, nimm es auch selbst an

Die 5 wichtigsten Regeln für Feedbacknehmer

1. sei open-minded
2. versetze dich in dein Gegenüber
3. Feedback einfach mal sacken lassen
4. lerne aus Feedback
5. setze Grenzen für Feedback

Was tun, wenn es in der Kommunikation klemmt?

Ein schlauer Mensch hat einmal gesagt: Gedacht heißt nicht immer gesagt, gesagt heißt nicht immer richtig gehört, gehört heißt nicht immer richtig verstanden, verstanden heißt nicht immer einverstanden, einverstanden heißt nicht immer angewendet, angewendet heißt noch lange nicht beibehalten. Diese Beobachtung, macht deutlich, wie viele Fallstricke lauern.

Und natürlich läuft Kommunikation in einer Unternehmensgruppe mit über 1.800 Mitarbeitern nicht immer reibungslos. Selbst die besten Kommunikationspläne schützen nicht zu 100% vor Konfliktpotenzial und dem falschen Umgang miteinander. Deshalb ist es unverzichtbar, sich immer wieder als Mitarbeiter und als Unternehmen zu reflektieren. In einem internen Sounding hat die All for One Group das Stimmungsbild zur aktiven Feedbackkultur abgefragt. Trotz guter Werte war darin der Wunsch nach noch mehr aktiver Feedbackkultur deutlicher erkennbar. Da trifft es sich gut, dass die All for One Group kein Fan davon ist, im Status Quo zu verharren, Stillstand zu akzeptieren oder sich auf alten Erfolgen auszuruhen. Und so ist auch der Wertemonat „Respectful Communication“ als Startschuss für Veränderungen zu verstehen, an dessen Ende im Idealfall weniger „wir müssen reden“ und mehr „wir wollen reden und damit etwas bewirken“ im Raum steht.

#weareone

P. S.: Das sind sie – unsere Werte:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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